Junglehrer Braun beginnt bei seinen Schülern die Schwimmausbildung; damals war es durchaus nicht üblich Kindern und Erwachsenen das Schwimmen zu lehren. So ist das große Interesse an dieser Ausbildung zu verstehen. Braun legt damit den Grundstein für die Arbeit der Wasserwacht und stellt erstmals beim Bezirksverband Oberbayern den Antrag zur Gründung einer Wasserwacht-Ortsgruppe in Moosburg. Dass die Wasserwacht in Moosburg bereits lange vor der offiziellen Gründung aktiv ist belegen Urkunden über die erfolgreiche Teilnahme an den örtlichen Schwimmwettkämpfen.
Am Freitag, den 15. Mai wird im Gasthof Erber unter dem Motto „Jeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter“ die Ortsgruppe Moosburg als 76. Ortsgruppe der gesamten Wasserwacht gegründet. Der neu gewählte Gründungsvorstand besteht aus Hans Menz, 1. Vorstand, Hr. Raith, 2. Vorstand, Johann Rottmeier, Gerätewart und technischer Leiter und Hr. Raith, Kassier und Schriftführer.
Bei der Hochwasserkatastrophe wurde die junge Ortsgruppe gleich im ersten Jahr ihres Bestehens mit ihrer ganzen Einsatzkraft gefordert. In 18 Fällen konnte die Wasserwacht Hilfe leisten und damit weitere Gefahren abwenden. Der Erwerb von insgesamt 62 Rettungsschwimmabzeichen zeigt das starke Interesse an der erfolgreichen Arbeit der Wasserwacht.
Die Wasserwacht Moosburg leistet Dienst an zwei Badestellen – im Freibad Moosburg und am Pillhofener Wehr.
Im Moosburger Schwimmbad finden bei regen Zuschauerinteresse die Oberbayerischen Schwimm-Meisterschaften statt.
Aufgrund des schlechten Wetters der vergangenen Jahre haben sich nur noch drei (3) Moosburger eine Jahreskarte für das Schwimmbad gekauft.
In der Jahresstatistik der Wasserwacht steht fünf Erste-Hilfe-Leistungen und einer Lebensrettung leider auch die erste Leichenbergung gegenüber. Das Pillhofener Wehr hat seither an Gefährlichkeit nichts eingebüßt.
Die Ortsgruppe Moosburg besteht aus 60 Mitgliedern, davon sind 18 aktive Rettungsschwimmer.
Im Turnverein wurde eine Schwimmabteilung gegründet, die es sich zur Aufnahme macht, in Zusammenhang mit der Wasserwacht den Schwimmunkundigen zu helfen.
Die Freiwillige Feuerwehr und die Wasserwacht Moosburg erhalten ein Pressluftgerät. Nachdem sich das Gerät schon bei Bränden mit starker Rauchentwicklung bewährt hat, wird seine Verwendbarkeit als Tauchgerät im Moosburger Freibad ausprobiert.
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