Wasserwacht Moosburg von 1990 - 1999

1990

Januar:

Im Hallenbad tummeln sich die GI’s, die während des NATO-Manövers „Reforger 90“ auf den Moosburger Flugplätzen „Kippe“ und Rosenau stationiert sind.

Juli:

Im Freibad Moosburg wird das neue Kleinkinder-Planschbecken eröffnet.

1991

Mai:

Die Wasserwacht Moosburg erhält von der Stadt Moosburg zwei Notfallkoffer für Beatmung und Kreislauf um in Notfällen noch besser helfen zu können.

Juni:

Die Wasserwacht Moosburg führt in Zusammenarbeit mit der AOK Freising Schwimmkurse für Erwachsene durch.

Juli:

Erstmalig führen Jugendrotkreuz, Frauenbereitschaft, Sanitätskolonne und Wasserwacht gemeinsam einen „Tag des Kindes“ im Schwimmbad durch. Der Tag kommt bei den Kleinen sehr gut an, das Interesse an Erster Hilfe ist bei den Besuchern allerdings erschreckend gering.

August:

Einbruch in die Wachstation; die Kaffeekasse und die Kasse für die Schwimmabzeichen werden gestohlen. Beim weiteren Durchwühlen nach Wertgegenständen wird erheblicher Schaden angerichtet.

1992

Januar:

Die „Erwachsenen“ treffen sich wieder zum schon traditionellen Skiwochenende.

Februar:

Der Baggersee in der Sempt wächst; über die Nutzung als Naherholungsgebiet wird heftig diskutiert.

Mai:

Bei einer Naturerkundung kann die Jugendgruppe nach langem Suchen auch noch die selten gewordenen Maikäfer finden.

Juni:

Die Amper versandet bei Moosburg zusehends, nachdem der Überleitungskanal auch bei starkem Niedrigwasser viel Wasser der Isar und damit den Kraftwerken am Isarkanal zuführt.

Juli:

Beim traditionellen Leberkäsessen erhält die Wasserwacht Moosburg einen Erste-Hilfe-Koffer von der AOK Moosburg als Spende.

1993

Februar:

Die Zahl der Aktiven geht immer mehr zurück und liegt jetzt bei 33; Hoffnung bereitet die Jugendgruppe, die in Ihrem 15. Jahr aus 26 Mitgliedern besteht. Im Vorjahr leisteten die Aktiven 5100 Wachstunden mit 470 Erste-Hilfe-Leistungen und verbrachten zusätzlich 2600 Stunden mit Aus- und Fortbildung.

April:

Der Vorsitzende der Wasserwacht Moosburg, Konrad Goldbrunner, wird zu Abteilungsleiter der Wasserwacht im Kreis Freising gewählt.

 Jugendrettungsschwimmwettbewerb

Mai:

Die Jugendgruppe hat sich mit ihren Mannschaften bei Abteilungswettbewerb im Rettungsschwimmen für Jugendliche in allen Stufen für den Bezirkswettbewerb qualifiziert. Dort müssen sich die Teilnehmer mit insgesamt 27 Mannschaften messen. Beim Bezirkswettbewerb belegt die Stufe II den zweiten, die Stufe I der dritten und die Stufe III den fünften Platz.

Juli:

Moosburg ist vom Hochwasser der Isar und Amper eingeschlossen. Die Wasserwacht muss daher die Schlauchbootfahrt für die Ferienspiele-Kinder auf September verschieben.

November:

Die Herbsttagung des Wasserwacht-Bezirksverbandes findet in der Moosburger Stadthalle statt.

1994

April:

„Zwanzigjähriges“ Hochwasser an der Amper; viele Keller laufen voll, Wiesen und Äcker werden überschwemmt. Eine Brücke wird Opfer der Fluten. Glücklicherweise sind keine Opfer zu beklagen.

August:

Die Schlaubootfahrt hat sich bei den Ferienspielen etabliert. Dieses Jahr fahren fünf Boote auf der Isar von Freising über Oberhummel nach Moosburg, wo abschließend gegrillt wird.

September:

Das Freischwimmbad wird nach einem „Jahrhundert-Badesommer“ wieder winterfest gemacht.

1995

März:

Die Wasserwacht beteiligt sich auch dieses Jahr wieder zahlreich am “Ramadama“ in der Umgebung des Freischwimmbades.

Juni:

Auch die Rettungswache des BRK in Moosburg soll wegen angeblicher Defizite geschlossen werden. Bayernweite Unterschriftenaktionen sorgen für ein Umdenken bei Regierung und Krankenkassen.

September:

Vom schlechten Wetter lassen sich die Mitglieder der Jugendgruppe ihr Zeltlager in Eching am Ammersee nicht vermiesen. Für die Jugendgruppen aus Moosburg, Neufahrn und Eching/Ammersee werden Motorbootfahrten, eine Nachtwanderungen, eine Erste-Hilfe-Ausbildung und ein Ausflug zum Pilsensee organisiert.

1996

Januar:

Die Wasserwacht Moosburg warnt vor den Gefahren zugefrorener Gewässer und führt bei einer Eisrettungsübung die verschiedenen Möglichkeiten zur Rettung Eingebrochener vor.

Februar:

Die Wasserwacht Moosburg beweist, dass sie auch auf den glatten Eis zu Hause ist und geht völlig unerwartet als Sieger aus einem internationalen Bromballturnier mit 7 Mannschaften aus Südtirol und Bayern hervor.

März:

Die Wasserwacht Moosburg führt einen Rettungsschwimmlehrgang für den Schwimmverein durch. Am Ende können neun Urkunden und Abzeichen an neue Rettungsschwimmer überreicht werden.

Juli:

Ein erfolgreiches Jahr bei der Ausbildung von Rettungsschwimmern; weitere 15 Teilnehmer erwerben ihr Abzeichen im Freibad Moosburg

August:

Die Wasserwacht Moosburg unternimmt im Rahmen der Ferienspiele eine Schlauchbootfahrt auf der Isar zwischen Freising und Moosburg. Die Boote werden vom BRK-Kreisverband Wolfratshausen zur Verfügung gestellt. Eine Sandbank bei Oberhummel ist für die Rast der Kinder und Betreuer vorbereitet. Wegen verschiedenen „Ungeschicklichkeiten“ und einer regelrechten Wasserschlacht kommt am Ende kaum ein Teilnehmer trocken beim abschließenden Grillen am Flugplatz auf der Kippe an. Der Fliegerclub Moosburg spendiert spontan noch einen Rundflug über Moosburg; über ein Quiz müssen die vier Glücklichen ermittelt werden, die mitfliegen dürfen. Die Jugendgruppe der Wasserwacht Moosburg führt einen feuchtfröhlichen Ausflug ins Caprima in Dingolfing durch und verstärkt die Kameradschaft beim gemeinsamen Zeltlager.

1997

Mai:

Durstig sollen die ehrenamtlichen Aktiven ihren Dienst im Freibad Moosburg nicht verrichten. Daher spendet der Getränkemarkt Appel der Wasserwacht Moosburg und deren Jugendgruppe 30 Kästen Erfrischungsgetränke.

Juli:

Elf Kinder und zwei Mütter aus Tschernobyl erholen sich in der Dreirosenstadt und genießen es im Freibad Moosburg in fast unbelasteter Umgebung im Freien zu spielen und baden.

 Zeltlager am Tachinger See

August:

Die Schlauchbootfahrt der Ferienspiele fällt wieder einmal dem Hochwasser zum Opfer; stattdessen fährt die Wasserwacht mit den Kindern in die Watzmanntherme nach Ruhpolding.

Zeltlager der Jugendgruppe am Tachinger See bei Waging zusammen mit den Ortsgruppen Neufahrn, Eching und Pilsensee

1998

März/April:

Die Stufen II und III der Jugendgruppe haben sich fürs Bezirksfinale in Markt Indersdorf qualifiziert.

April:

Das alte Dienstfahrzeug muss altersbedingt ausgemustert werden. Die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges fällt jetzt mit dem Beginn der Baumaßnahmen für das neue Gebäude für die Wasserwacht zusammen. Die Finanzierung soll durch Einnahmen aus Schwimmkursen gesichert werden. Für den Bau prägt sich der Name „Baustelle 1“, jetzt „Gerätehaus“.

Juni:

Im Moosburger Freibad werden die Badegäste blau – aber nicht weil sie im Alkohol baden, sondern weil der neue Beckenanstrich abfärbt. Gesundheitsschäden werden dadurch aber nicht erwartet.

Juli:

Im Schwimmbad wird wieder ein „Tag des Kindes“ veranstaltet, der allen Teilnehmern viel Freude bereitet.

 Baustelle 1

November:

Die Bodenplatte für das Gerätehaus, das zur Lagerung von Ausbildungs- und Rettungsmaterial sowie zum Einstellen eines Dienstfahrzeuges vorgesehen ist, kann noch in diesem Jahr gegossen werden. Bislang wurden dafür viele ehrenamtliche Arbeitsstunden aufgebracht.

1999

April:

Der Moosburger Stadtrat verabschiedet das Konzept „Semptwiesen“, womit der dortige Baggersee zukünftig zum offiziellen Badesee werden wird; er wird Aquapark genannt werden. Für die Wasserwacht Moosburg tut sich damit die „Baustelle 2“ auf; der Wachdienst am Aquapark soll von ihr versehen werden, eine neue Wachstation muss errichtet werden.

Mai:

Rund um Moosburg gilt wieder: „Land unter“. Die Situation an Isar und Amper wird kritisch, als die Dämme an beiden Flüssen zu brechen drohen. Durch den Einsatz von Hubschraubern und vielen Helfen werden die Dämme mit Sandsäcken verstärkt. Bei Kirchamper helfen alle Verstärkungen nichts mehr; der Damm bricht. Die Wasserwacht ist mit Tauchern vor Ort und unternimmt Sicherungsfahrten mit ihren Motorbooten. Nach fünf Tage entspannt sich die Situation, das Wasser geht zurück.